Es beginnt immer mit einer kleinen Entdeckung: eine Ruine, ein historisches Ereignis, ein Gedicht, ein Gemälde. Durch Recherche und einer tieferen Auseinandersetzung entfaltet sich oft eine Quelle der Inspiration. Es wird Musik komponiert, es werden Texte geschrieben und neue Gemälde und Illustrationen entwickelt. Im Folgenden wird erläutert, wie das geschieht.

 

 


 

Von geschichtsträchtigen Orten

 

Jede Region Deutschlands hat ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Sagen und Legenden. Burgen, Ruinen und andere Zeitzeugen laden ein, diese zu entdecken. Aber auch dort, wo nichts mehr zu sehen ist, kann manchmal eine ergreifende Geschichte gefunden werden.

 

Stadtarchiv Siegburg So geschah es beispielsweise mit der Geschichte von Anna Katharina Spee, die 1631 als sogenannte „Hexenkönigin von Bruchhausen“ in Erpel am Rhein zum Tode verurteilt wurde. Um ihre Geschichte zu rekonstruieren, wurden im Rahmen des Projektes viele historische Dokumente gewälzt, darunter auch Originale aus dem Siegburger Stadtarchiv.

 

Dabei konnte der Ort ihrer Hinrichtung gefunden werden. Zusammen mit einem Ortskundigen und auf Grundlage der alten Dokumente haben Mitglieder des Projektes im Siebengebirge das sogenannte „Eulenloch“ gesucht, wo die Verbrennung stattgefunden haben soll. Sie gingen den Weg, den auch damals Anna Katharina und viele Dorfbewohner von Erpel aus gegangen sein müssen. Als schließlich die Stelle gefunden wurde, wo alle Vorgaben passten, ließen sie den Ort auf sich wirken.

 

Mit dieser Inspiration produzierte DRAGONTOR dann den Song „The Witch“ / „Die Hexe“. Der Songtext ist aus Anna Katharinas Perspektive geschrieben, als hätte sie diese Worte kurz vor der Verbrennung gesagt.

 


 

Von Schätzen aus alten Gedichten

 

Battle of the Larks Cover Das Stöbern in alten Gedichtbänden bringt manchmal wahre Schätze zum Vorschein. Beispielsweise hat der große Dichter Ludwig Uhland das Gedicht „Lerchenkrieg“ geschrieben, das sich auf die sogenannten „Lerchenkriege“ bezieht, die im 15. und 16. Jahrhundert in Schwaben stattfanden.

 

Die freie Reichsstadt Nördlingen kämpfte zu jener Zeit um die Jagdrechte über das Nördlinger Ries gegen die Grafen von Oettingen. Dort wurden nämlich einst Lerchen zu tausenden bejagt, die als Delikatesse galten und eine sehr lukrative Einnahmequelle waren. Sein Gedicht über diese letzte Schlacht von 1614 hat DRAGONTOR mit „Battle of the Larks“ / „Lerchenkrieg“ vertont und in die Welt der Seven Hills integriert.

 


 

Von regionalen Sagen und Mythen

 

In dem Projekt werden nicht nur Geschichten über historische Tatsachen gesammelt, sondern auch Mythen und Legenden. Der Sage nach waren es beispielsweise sieben Riesen, die das Siebengebirge mit ihren sieben Schaufeln erschufen, als sie den Rhein für die Menschen tiefer gruben, um die ständigen Überschwemmungen zu verhindern. Als sie die Erde von ihren Schaufeln abschüttelten, ist dabei das Siebengebirge entstanden.

 

Außerdem ist der legendäre Drache, der der Drachenburg und dem Drachenfels ihre Namen gab, aus dem Siebengebirge nicht wegzudenken. Im Seven Hills Epos wurde der Namen „Fafnir“ aus dem Nibelungenlied übernommen. Es wurden aber auch noch weitere Drachen dazu erfunden, z.B. „Widumir“, der einen eigenen Song von DRAGONTOR bekommen wird.

 

 

 

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